Lappenplastik

Im Gegensatz zu einer Brustrekonstruktion mit einem Implantat handelt es sich bei einer Lappenplastik um eine Brustrekonstruktion mit lebendem Gewebe. Lebendes Gewebe benötigt Blut, damit es lebt. Damit ein Lappen also auch dort weiterlebt, wohin er eingebracht wurde, muss er in seiner Zielregion – Empfängerbett – ausreichend mit Blut versorgt werden.

Das kann grundsätzlich auf 2 Arten erfolgen:

1. Die Blutversorgung erfolgt von der Spenderregion.
Der Lappen wird durch einen Stiel mit Blut versorgt, dessen Anfang in der Spenderregion liegt und dessen Ende zum Lappen führt.

2. Die Blutversorgung erfolgt von der Empfängerregion.
Diese Variante ist nur dann möglich, wenn im Lappen ein definiertes und ausreichend großes Blutgefäß verläuft, das zu Beginn der Operation in der Spenderregion zunächst durchtrennt wird, um dann im Empfängerbett wieder an ein dort liegendes und im Kaliber gut passendes Blutgefäß angeschlossen zu
werden. Dies geschieht mittels mikrochirurgischer Nahttechnik, also mit dem Operationsmikroskop und Fäden, die einen Durchmesser von 0,01–0,05 Millimeter aufweisen.